Ich zôch mir einen valken
Ich zôch mir einen valken mêre
danne ein jâr.
dô ich in gezamete als ich in wolte
hân
und ich im sîn gevidere mit golde wol
bewant,
er huop sich ûf vil hôhe und floug
in anderiu lant.
Sît sach ich den valken schône
fliegen:
er fuorte an sînem
fuoze sîdîne riemen,
und was im sîn gevidere alrôt
guldîn.
got sende si zesamene die gerne geliep wellen
sin!
Der von Kürenberg (nach 1150)
Quelle: Literaturknoten